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Prostatakrebs Krankheitsverlauf

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Prostatakrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung und geht vom Drüsengewebe aus.
Bei dieser Erkrankung ist es sehr wichtig sie früh zu erkennen, da Symptome erst spät im Krankheitsverlauf auftreten.

Krebs erkennen
Um Prostatakrebs zu erkennen werden Männer dem Tastbefund unterzogen. Dabei werden häufig die vorderen Organregionen ausgelassen und so kann ein möglicher Tumor, welcher sich von dort entwickelt, übersehen werden. Sollte das der Fall sein ist der Tumor, im unglücklichen Fall, schon in einem fortgeschritteneren Zustand.
Damit die Größe und auch die genaue Lokalisierung erfolgen kann, wird der Patient einer Ultraschalluntersuchung unterzogen. Falls dann Prostatakrebs bestätigt wird, muss das Stadium bestimmt werden.

Stadien
Nach Mostofi wird Prostatakrebs in vier Manifestationsstadien unterteilt.
1. Manifestes Karzinom
Der Haupttumor verursacht Symptome oder ist diagnostizierbar.
2. Okkultes Karzinom
Matastasen – also Tochtertumore – sind diagnostiziert, aber der Haupttumor nicht.
3. Inzidentielles Karzinom
Ein Zufallsbefund liegt bei einer Untersuchung vor.
4. Latentes Karzinom
Bei einem Verstorbenen wird ein Obduktionsbefund entdeckt.

Symptome
Die Beschwerden treten relativ spät erst ein, weil sich der Prostatakrebs im äußeren Bereich der Prostata entwickelt. Damit liegt der Krebs weit von der Harnröhre entfernt. Später ist dann der innere Bereich betroffen und somit wird die Harnröhre eingeengt. Dann treten auch die Symptome ein. Dadurch, dass die Harnröhre eingeengt ist kommt es zu übermäßigem Harndrang, unvollständiger Blasenentleerung, schwachem Harnstrahl und Harnstau. Des Weiteren können die Funktionen der anliegenden Organe zum Beispiel Nieren, Darm, Lunge und Leber eingeschränkt sein. Sollten Störungen oder Kurzatmigkeit auftreten, kann es darauf hindeuten, dass sich dort Metastasen abgesetzt haben.
Falls die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten ist, müssen sich die Symptome nicht nur auf die Prostata beschränken. Dann können auch allgemeine Krebsbeschwerden – wie Müdigkeit, Leistungsabfall, Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust – auftreten.

Krankheitsverlauf
Für den Verlauf ist besonders wichtig, wann der Krebs erkannt wurde und wie weit er bereits fortgeschritten ist bzw. wie er sich verbreitet hat.
Wenn der Verlauf weiter fortschreitet, können Krankheitszeichen hinzu kommen. Es kommt allerdings darauf an, wo sich die Metastasen ansiedeln. Besondere Vorsicht gilt, wenn Blut im Urin und Schmerzen im Bereich der Prostata auftreten.

Metastasen des Prostatakarzinoms siedeln sich besonders gern im Skelett, beispielsweise der Wirbelsäule oder dem Beckenknochen, an. Dadurch sind die Knochen erheblich geschädigt und anfällig für Schmerzen und Brüche. Sollten sich Metastasen bei der Wirbelsäule absetzen, können sie von dort aus auf das Rückenmark oder die daraus vorgehenden Nervenzellen übergehen. Es kann dann zu weiteren Schmerzen, Lähmungen, Gleichgewichts- und Gangstörungen kommen, oder sogar zu Kontrollverlusten der Blase und des Enddarms.

Ebenso leiden die Patienten unter psychischer Belastung. Sie können sich im Alltag durch die Müdigkeit und den Leistungsabfall eingeschränkt fühlen. Hierbei sollte eine Krankengymnastik in Betracht gezogen werden.

Wurde der Krebs spät entdeckt, kann der Tumor nicht mehr vollständig entfernt werden. Mit Hilfe von Hormon- oder Chemotherapien wird dann versucht den Patienten so lange wie möglich von Metastasen zu befreien und die somit auftretenden Schmerzen zu lindern.
Wie lange die Lebensqualität erhalten werden kann, hängt von dem Tumor, je nachdem wie bösartig er ist, ab.

Trotzdem ist die Lebenserwartung von Erkrankten sehr hoch. Wenn der Krebs frühzeitig erkannt wurde, haben Prostatakrebspatienten eine Lebenserwartung von 5 Jahren – zu dieser Zeit leben noch etwa 90 Prozent.

Nachkontrollen
Nach einer Behandlung sind Nachkontrollen und -untersuchungen wichtig. So kann ein erneutes Auftreten von Prostatakrebs früh erkannt werden und die Gefahr von Tochertumoren eingeschränkt werden.
Ebenso müssen etwaige Folgen einer Krebsbehandlung untersucht werden. Zum Beispiel kann der Patient, sollte der Tumor mit Hilfe einer Operation entfernt worden sein, ab und an zu Erektionsstörungen bekommen. Des Weiteren kann es noch zu Problemen mit der Blase und der Erektion kommen. Sollten Beschwerden auftauchen, müssen diese noch mit einer Nachbehandlung unter Kontrolle gebracht werden.

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